Montag, 26. Juli 2010

Die finale Woche

"Heiliger Krieg der Vergeltung", Zwerg Yong Il am 24.07.2010, während meines Besuchs an der innerkoreanischen Grenze
Die letzte Woche verbrachten wir mit Vorbereitungen für unser Abschlussklausuren, -Präsentationen und/oder -Hausarbeiten. Für meine Präsentation wollte ich einen kulturellen Bezug zum asiatischen Wirtschaftsraum implementieren und ließ zum Thema "Energiepolitik" entsprechenden einfließen.

pikachu

Trotz meines mich andwidernden Ehrgeizes wollten wir uns (Kumpanen und ich) etwas Kurzweil gönnen und da kam die Einladung der Uni zum Studiobesuch der berühmtesten koreanischen Chartshow gerade recht. Als wir am Treffpunkt eintrafen wurden uns Aussagen des Erstaunens entgegen geworfen, waren neben uns und einem Unioffiziellen doch nur noch 23 weitere Mädchen anwesend ("This is for girls!"). Als wir östrogengeschädigt im Studio ankamen, sahen wir uns für 90min mit playbackunfähigen halbwarmen Brüdern und ein paar Girlbands konfrontiert. Alles in Allem ganz nett, nur nicht wirklich "unsers".

musik

Dafür machten wir auf der Rückreise einen Schlenker zum WM-Stadion von Seoul und delektierten uns nostalgisch am günstigsten Dosenbier des Stadionkiosks.

stadion

Dann kam mein Geburtstag. Wie man es sich an seinem Ehrentag wünscht, fuhren wir um 7 Uhr morgens in militärisches Sperrgebiet, in die sogenannte DMZ. Unsere koreanische Reiseleitung glänzte durch besonderen Humor, als sie immer wieder auflachte, wenn sie von Verstümmelten und Toten an der Grenze berichtete. Die DMZ selbst ist unspektakulär, besonders wenn man pro Station gefühlte 10min (inkl. Ein- Aussteigen) bis zur Weiterfahrt bekommt. Interessanterweise vermarktet Korea die DMZ mittlerweile und stilisiert ebendiese zum (Anmerkung des Verfasser: minenbelegten) Ort des Friedens und der Freiheit.

DMZ

Zur selben Zeit drohte Zwerg Yong Il übrigens zum drölfzigsten Mal mit einem Nuklearschlag, was den meisten (Süd-)Koreanern nur ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte und einem Grenzsoldaten an einer Observationsposten derart erschreckte, dass er dutzendweise Fotos mit Touristen machte und mir so ermöglichte verbotenen Aufnahmen vom mächtigen Norden zu machen. Vorwürfe, die beschrieben ich sei an Kim Yong Ils Vergeltungsdrohungen schuld, perlten nicht ohne Stolz an mir ab.

Nach unserer Rückkehr ging es erstmal zum Frisör zwecks schneidiger Frisur. Wie macht man sich dort verständlich? Egal, als ich der Frisördame ein Foto zeigte, welches ich von einem Foto auf meinem Rechner gemacht habe (Ja, genau so!), zeigte sie zur Bestätigung meines Wunsches auf ein Foto von Justin Timberlake - Glaubt es oder nicht!

Frisur

Alsdann konnte mein Geburtstag beginnen. Nachdem in einem koreanischen Restaurant für mich gesungen wurde (4 Lieder in drei Sprachen) und man mich mit einem Kuchen nebst Wunderkerzen bedachte, ging es weiter zum Zaubern. Die Feiergemeinschaft (zu Hochzeiten 25 Leute aus 6 Nationen) konnte sogar dazu motiviert werden Micky Krauses "Zeig doch mal die Möpse" zu trällern, welches ich dem DJ gnädig in MP3-Form überließ.

indy

Wir sammelten dabei die Erfahrung, dass die englische Übersetzung des Songs nicht den Zauber auszustrahlen vermag, wie das deutsche Original.

Freitag, 23. Juli 2010

Trip nach Jeju - Rekapituliert III: Final

"Fliegst nach Korea, lernst eine Frau kennen, verlobst dich, heiratest und machst Flitterwochen....und das alles über Pfingsten!" (D zur Beliebtheit heller Europäer bei koreanischen Frauen)
Nachdem wir unser Zimmer im "Jeju Hiking Inn" bezogen hatten, machten wir uns alsbald auf Entdeckungsreise. Da der Tag bereits fortgeschritten war, machten wir uns zum nahegelegenen und berühmtenCheonjiyeon Waterfallauf (Da ich aufgrund meines Reservistenausweises als "military personal" anerkannt wurde, brauchte ich nur den Kinderpreis zu zahlen).

Jeju-Trip-waterfall

In der unmittelbaren Umgebung des Wasserfalls war ein kleiner Park eingerichtet, in welchem die steinernden
Dol hareubang
, Schutzgötter für Dörfer und Fruchtbarkeit, zu finden sind. Diese Statuen sind überall auf der Insel zu finden, weshalb sie auch zum Wahrzeichen der Insel wurden.

Jeju-Trip-waterfall-2

Anschließend machten wir uns wieder auf Wanderschaft und erkundeten für einige Stunden die Küste und deren schroffe Felsformationen, bevor es dunkel wurde und wir dem Taxifahrer trotz vorliegender Landkarte mit Händen und Füßen erklärten, wo er uns abzusetzen habe.

Jeju-01

Am folgenden Tag sollte das Highlight des Trips beginnen. Nach einem üppigen Provianteinkauf (inkl. Capri Sonne) machten wir uns mit dem Bus auf den Weg in den Hallason Nationalpark.

capri-sonne

Der Hallason Nationalpark ist nach dem höchsten Berg Koreas benannt und befindet sich in der Inselmitte. Nachdem eine koreanische Grundschulklasse unserem "Korea-Darling" Franz ein Volkslied vorgesungen hatte, machten wir uns an den Aufstieg und begannen den ca. 18km langen "Rundmarsch" durch den Park. Am Gipfel angekommen, wurden wir mit einem herlichen Blick auf eine Nebelwand belohnt, welche die Sichtweite auf ca. 10m beschränkte.

Hallasan

Nachdem ich meine Capri Sonne getrunken hatte und ein halbes Dutzend Koreaner diverse Gruppenfotos mit uns geschossen hatten (Schließlich sind wir in Korea die Exoten!), stiegen wir an der Südseite des Vulkans hinab. Da sich das Wetter aufklarte, konnten wir das atemberaubende Panorama und den dschungelhaften Wald des Parks genießen.

Hallasan-2

Dabei begleitete uns eine koreanische Familie, welche zwei Deutschlehrer in Ihren Reihen hatte und uns etwas über Korea und Jeju erzählte. Nach sagenhaften 9,5 Stunden erreichten wir den Ausgang des Nationalparks. Das Wetter und die Erschöpfung forderten ihren Tribut, so dass wir uns in Restaurantnähe für ein Schläfchen auf einer Wiese niederließen.

Hallasan-3

Nach unserer Heimkehr betteten wir uns leistungsgerecht zum Schlafe und brachen am folgenden Tag unsere Heimreise an. Bevor wir jedoch unseren Flug nach Seoul antraten, nahmen wir noch ein Bad im gelben Meer.

BEach-1

Mit teutonischer Härte verzichteten wir (alle Hauttyp "0" , "der nordische Typ" - helle Brustwarzen, blond) auf Sonnenschutz, nur um -das ist nicht übertrieben- dabei zuschauen zu können, wie unsere Haut errötete. Dabei drückte die Kraft der Sonnenstrahlen geradezu auf unsere Haut.

BEach-2

Apropos helle Haut: Am Strand hatte ich ein Duscherlebnis der Dritten Art. So geschah es, dass mit mir auch mehrere Kinder (6-8 Jahre, können aber auch schon Rentner gewesen sein- Schwierig bei den Japeten!) mit ihren Vätern duschten. Von meinem Anblick sichtlich erstaunt begannen die Kinder auf mich zu zeigen. Als ich den Zielpunkt ihres Zeigefingers extrapolierte, wurde mir klar, dass ein ganz bestimmter Körperteil aufgrund seiner "Weiße" die Knaben überraschte (Weiße Schniepel sind scheinbar selten in Korea!).

SUb

Nach diesem Körperhygiene-Intermezzo fuhren wir weiter zum Flughafen, flogen zurück nach Seoul und verbrachten noch zwei kuschelige Stunden in der U-Bahn.

Dienstag, 20. Juli 2010

Trip nach Jeju - Rekapituliert II: Von Mokpo nach Jeju

D: "Where did you get those flowers?"
F: "I was in an elevator when a girl gave me those!"
D: "So, you literally deflowerd her!"

Nach der einer sehr erholsamen Nacht auf dem Boden eines mokpoer Motels, machten wir uns zur Fähre nach Jeju auf.

Day-16-Trip-to-Jeju-Mokpo-1-

An Board der Fähre suchten wir nun "unsere" 3.Klasse-Plätze auf und freuten uns bereits auf einen rückenschonenden Sitz, als wir erneut mit der bitteren und vor allem harten Wahrheit konfrontiert wurden.
Die 3.Klasse bestand buchstäblich nur "aus Fußboden", auf dem Mann sich niderzulassen hatte. So passten in dieses "Fährenkabuff" ca. 20-30 Leute (liegend). Als kleine Entschädigung betrachteten wir dabei die Bullaugen, die auf "Bodenlevel" der Kabine angbracht waren.

Ferry-Jeju

So fuhren wir an der Südküste Koreas, vielen kleinen Inseln und schroffen Felsformationen entlang, bevor wir die offene See erreichten und ca. 65 Seemeilen in Richtung Jeju hinter uns brachten.

To-Jeju-1

"Auf" Jeju angekommen bot sich uns ein traumhafter Anblick dar. Die Hauptstadt Jeju-Si,in deren Hintergrund tropische Wälder und die Konturen Hallasan Gebirges.

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Nachdem wir im Hafenbereich umherirrten, da uns diese Mal das Schicksal keinen deutschsprechenden Koreaner zugedacht hatte, fanden wir eine Buslinie, die uns nach Seogwipo -Ort unserer Herberge- brachte. Dabei zahlten wir für diese ca. 50km lange Fahrt ca. 1,75€. Das einzige Manko dieser Busreise äußerte sich durch zahlreiche Serpentinen im Inselgebirge bei einer Sichtweite von ca. 5m. Daber war das fordernde und zügige Fahrverhalten des koreanischen Busfahrer ("Power-Busing") unserem Adrenalinspiegel sehr zuträglich.

Day-17-Trip-to-Jeju-Ferry-3-

In Seogwipo angekommen erstaunte uns erneut die koreanische Gastfreundschaft, die sich durch alle Generationen zu ziehen scheint. Ein Schulunge -der sich später als 21. jährig entpuppte (Peinlich, peinlich....für mich), nahm uns an die Hand und begleitete uns 20min zu unserem Hostel. Einmal mehr: Daumen hoch, Korea!

Montag, 19. Juli 2010

Reise nach Jeju - Rekapituliert: Mokpo

"You could date entire Malaysia" (Una V. zu Franz. B zum Thema: Beliebtheit -sehr- hellhäutiger Europäer)
Nachdem der Trip nach Jeju durch den Rückflug nach Seoul am gestrigen Abend sein Ende fand, werden sich die folgenden Blogeinträge mit ebendiesem Trip befassen.

Am Donnerstag Abend brachen wir mit einem gemischten Verband (4xDeutsch, 1xSerbisch) nach Mokpo auf, um dort zu nächtigen. Ein deutscher Erkundungstrupp war bereits per Flugzeug am frühen Nachmittag aufgebrochen.

Als wir nach 3,5h im KTX in Mokpo ankamen, verblüffte uns dieses Miniatur-Seoul durch beeindruckende Straßenillumination, welche stromfressend die Nacht erleuchteten.

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Da wir auf "Gut Glück" nach Mokpo gekommen waren, mussten wir uns zunächst um eine Herberge kümmern. Auf "Hand-Fuß-Deutsch-Englisch-Schnalzlaut-Kommunikation" eingestellt, sprachen wir einen Koreaner an der Straße an und wurden mit einem "Grüßt euch!" belohnt. Es stellte sich heraus, dass jener Bursche in Deutschland Musik studiert hatte (Kein Kommentar...) und uns demnach Kommunikationsengpässe ersparte - Global Village!

Alsbald fanden wir ein paar Motel und ließen uns zwei Räume zuweisen. Für ca. 10€ p.P waren wir begeistert vom Preis-Leistungs-Verhältnis, wurde uns doch ein Zimmer mit PC, Internet, TV, Klimaanlage und Doppelbett vorgestellt. Zum selben Preis bekamen wir (Jungs) dann jedoch das folgende Zimmer (siehe Bild).

Jeju-Trip-Mokpo-6

Dennoch frohen Mutes - Ist ja auch irgendwie urkomisch ;-) - zogen wir weiter in die Stadt, um festzustellen, dass in einem hiesigen Restaurant, das mokpoische Bibimbap 50% günstiger ist als in Seoul und somit nur bescheidene 1,25€ kostete.

Jeju-Trip-Mokpo-3

Nachdem wir dieser koreanischen Delikatesse fröhnten, gönnten wir uns nach zwei stilvollen Dosenbieren auf Mokpos Straßen eine Runde Karaoke. Die Besitzerin dieser Bar verlangte jedoch Touripreise für eine Karaokesession und forderte zunächst 50.000 WON (Vergleich: Edelkaraokebar in Seoul 25.000). Nach einem Intermezzo mit "Hand-Fuß-....-Kommunikation" konnten wir den Preis jedoch auf 30.000 und später auf 25.000 drücken, sowie die Besitzerin peinlich berühren. Jener Inflationspreis schien der Einrichtung geschuldet zu sein, da sich in jenem Karaokeraum ebenfalls eine Vorrichtung der sanitären Art befand.

Jeju-Trip-Mokpo-4

Der Karaoke hingebend und uns fragend, warum einer der Monitore uns nicht den Liedtext, sondern blutige Operationen an Menschenaffen näherbrachte, verlebten wir vergnügt den Abend, bevor es am frühen Morgen nach Jeju weitergehen sollte.

Donnerstag, 15. Juli 2010

Jeju

"Your soup looks like a car accident!" (W.Ott, Seoul 2010)
Die letzten Tage waren geprägt von einem ungewollten Krankenhausnachmittag (ich war nicht der Geschädigte) bzw. der Konfrontation mit dem koreanischen Gesundheitssystem, permanenter moskitobedingter Schlaflosigkeit und einer anzufertigenden Hausarbeit. Das diese Dinge nicht miteinander harmoniert haben, bedarf keiner weiteren Ausführung.

Ansonsten waren die letzten Tage geprägt von niederschmetternder Redlichkeit und vielen Gesprächen mit anderen Studenten. Bemerkenswert ist indes, dass enorme Interesse der Koreaner an der deutschen Wiedervereinigung und wie wir die Chancen für die Vereinigung Koreas sehen.

Heute verlassen wir mit 10 Kameraden und Kameradinnen endlich Seoul mit dem KTX und besuchen Mokpo, bevor es morgen mit der Fähre in Richtung Jeju weitergeht.

Jeju gilt als das koreanische Hawaii und bietet neben erloschenen Vulkanen, Sandtstränden und Kulturgütern auch Highlights, wie bspw. einen Austragungsort der WM 2002

Insofern ist mit der nächsten Aktualisierung des Blogs, nebst einiger Bilder, gegen Montag zu rechnen. Horrido.

Montag, 12. Juli 2010

Namsan Park und Meeresfrüchte

"Die Koreaner sind politisch sowas von unkorrekt...die zeichnen das Hakenkreuz falschrum!" (Der Verfasser dieser indiskutablen Aussage ist unbekannt verzogen)
Nach einem aktionsreichen Wochenende bzw. 30min Hip-Hop Club in der Innenstadt (Schande über mich, aber das eine mal! Fürs Team!) und eines weiteren sojubedingten Besuchs einer Karaokebar, machten wir uns gestern zum Namsan Park auf.

Day-09-Namsan-Park-13-

Nach dem Erklimmen des 263m hohen Berges (Vergleichbar mit den Dimensionen des salzuflerschen Obernbergmassivs) bot sich uns eine fantastische Aussicht auf Seol dar. Die Dimensionen der Stadt sind kaum zu fassen, sieht man doch bis zum Horizont ihre Wolkenkratzer.

Das Highlight des Tages sollte jedoch der allabendliche Restaurantbesuch sein, welcher uns zu einem Schweine- und andere Meeresfrüchte anbietenden Gastronom führte. Dort delektierten wir uns für ca. 7€ p.P. an Königsgarnelen und gegrilltem Babyoktopus

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Nach dieser Gourmeterfahrung der ozeanischen Art, fröhnten wir 0,2l lang der koreanischen Bierkultur, bevor es fristgerecht (d.h. vor der strikten Ausgangssperre ab 24 Uhr, die in der Praxis nicht existiert) ins Bett ging.

Samstag, 10. Juli 2010

Suwon

Der Hund vergisst den einzigen Bissen nicht, und wirfst du ihm auch hundert Steine nach. Im Menschen, den du jahrelang gepflegt, wird durch ein Nichts Verrat und Feindschaft wach.(Scheich Saadi, Saadi, Scheichtum)
Heute verschlug es uns in das 40km südlich von Seoul gelegene Suwon. Nach 1h S-Bahn und Transitkosten von ca. 1,1€ erreichten wir die alte Festungsstadt bei angenehmen 30 Grad.

Nach einem kurzen Smalltalk mit einem Koreaner, welcher uns mit Komplimenten überschüttete und überdies zu einem Drink einlud, erreichten wir nach einem kurzen aber intensiven Aufstieg Hwaseong Fortress, welches einen 360° Panorameblick über die Stadt ermöglicht.

Im Fort war es dem geneigten Touristen auch möglich die Glücksglocke erschallen zu lassen. Für alles Glück der Erde schien mir eine Nutzungsgebühr von 1000 Won ein Schnäppchen zu sein.

Day-09-Suwon-a

Nach der Runde über den 5,5km langen Festungsring und zwei weiteren Individuen, die mich für einen Yankee hielten, stiegen wir wieder hinab in die Stadt, um uns auf den Rückweg zu machen. Dabei entdeckten wir "unseren" ersten buddhistischen Tempel, bevor wir auf der Rückfahrt mit einem weiteren Einheimischen ins "Gespräch" kamen.

Day-09-Suwon-b

Zu Suwon ist zu sagen, dass es wie ein weiterer Vorort von Seoul anmutet, da man auf der gesamten Fahrtstrecke (1h!!!) lediglich ein einziges Mal für knapp 1min. keine von Menschenhand geschaffenen Bauwerke sehen konnte (Korea ist das dichtbesiedelste Land der Welt). Außerdem stellte sich auch heuer heraus, dass die kleinste koreanische Phrase einen enormen Eisbrecher zur Offenheit der Einheimischen darstellt.

Freitag, 9. Juli 2010

Einfach mal etwas umhergeirrt

Der Meister der Schönschreibekunst wird sich nie über den Pinsel beklagen, den er benutzt... (koreanisches Sprichwort)
Der heutige Tag war ein Paradebeispiel für die Bemühungen der koreanischen Studenten, uns den Aufenthalt in Seoul so angenehm wie möglich zu gestalten. Nachdemn sich herumgesprochen hatte, dass wir gerne Jeju besuchen wollen, bot sich eine bis dato unbekannte Koreanerin an, die Buchung nebst vorläufiger Bezahlung für uns zu übernehmen. Kurze Zeit später genügte der Zuruf über eine Straße "Wanna join us for dinner", um 4 Koreaner und eine echte Japete für die Masse des Abends an uns zu binden.

Day-08-Around

Nach dem zünftigen koreanischen Essen ging es dann zu Dritt weiter in die unendlichen Weiten Seouls, um die Bevölkerung der Metropole zu Beginn des Wochenendes zu erleben. Auffällig ist dabei, dass der "Ire Asiens" durch alle Schichten hindurch, doch eher früh, dafür jedoch sturz betrunken in die heimischen Gefilde strebt.

Day-08-Around-b

Sehr sehenswert ist dabei die Art und Weise, wie auch die kleinste Gasse bzw. die kleinsten Läden durch große Anzeigetafeln illuminiert werden und der Szenerie dadurch ein gewisser Charme zu Teil wird (siehe Bild).

Day-08-Around-c

Einen krönenden Abschluss fand der Abend in einem von Einheimischen beherrschten Winkel der Metropole, bei kühlem Bier, heimeliger Atmosphäre und einer koreanischen Kumpeljapete von Kneipenbesitzer.

Langsam aber sicher erschließt sich uns die Stadt und man wagt sich immer weiter an Stadt und Menschen heran. Die eigene respektvolle Offenheit gegenüber den Koreanern ermöglicht so manchen Smalltalk und schönen Moment.

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Zuletzt aktualisiert: 26. Jul, 12:51

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